US Präsident Richard Nixon und John Lennon - ein Thema, über das schon viel berichtet wurde. Ich möchte auch hier keine neuen politischen Diskussionen entfachen. Aber leider gehört dieses Thema auch zur Beatles Geschichte.

Nixon startet eine Kampagne gegen Lennon, dessen Einfluss, insbesondere auf die Jugend, man fürchtet. Lennon wird beschattet und sein Telefon abgehört. Es wurde sogar ein National Committee für John Lennon und Yoko Ono gegründet.

Zahlreiche Persönlichkeiten wie der New Yorker Bürgermeister John Lindsay und Leute wie Henry Miller, Leonhard Bernstein, Bob Dylan, Fred Astaire, Jack Lemmon und viele andere setzen sich für ihn ein. Allen Ginsberg spricht sich im Auftrag von PEN, der internationalen Schriftstellervereini-gung, für Lennon aus.

Während das Ganze auf dem Höhepunkt ist, sind die Lennons in die Suche nach Yokos Tochter Kyoko verwickelt. Erfolgreicher ist da ein Auftritt in New York. Am 30. August kommen die Lennons für die sogenannte One-To-One-Benefizkonzert zugunsten der Willowbrook-Schule auf die Bühne. Das Konzert findet im Madison Square Gardan statt und neben den Lennons treten noch Stevie Wonder, Roberta Flack und die Gruppe Sha Na Na auf.

 

 

 

 

Quelle: u.a. aus „Four Ever, 25 Jahre Beatles“.

Gegen Ende 1972 veröffentlicht McCartney seine dritte Single in diesem Jahr. „HiHiHi“ ist das Lied der A-Seite. Wegen des mehrdeutigen Textes wird es von der BBC verbannt. Kurze Zeit später wird Paul McCartney verhaftet, weil er Drogen auf seiner Farm in Schottland gepflanzt hat. 

Lennon und gleichgesinnte Leute wie Jerry Rublin mäßigen sich politisch etwas in der Zwischenzeit. Sie rufen dazu auf, an der Präsidentschaftswahl teilzunehmen und den demokratischen Senator McGovern zu wählen. Doch Richard Nixon gewinnt und wird Präsident der Vereinigten Staaten. Lennon bekommt jetzt Schwierigkeiten mit seiner Aufenthaltgenehmigung, die ihm verweigert wird. Als Grund wird der Besitz von Rauschgift angegeben.

Doch der Grund ist nur ein Vorwand. Nixons persönlicher Anwalt, John Mitchell, hat dem Präsidenten vorgeschlagen, dass Lennon irgendwie aus den USA entfernt werden sollte. Senator Thurmond schreibt in einem Brief an Nixon unter anderem:

„Viele Kopfschmerzen werden verhindert, wenn rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen werden“.

[Home]  [Aktuell]  [Presse]  [Aktionen]  [On Tour]  [Vorschau]  [Macher]  [Links]  [Fan-Shop]  [Contact]