„Lucy In The Sky“ Liverpool Tour April 2002 – Day By Day

Tourbericht von Markus den Boer

24.04.2002 – Day 1

 

Die Fahrt sollte losgehen gegen 6.00 Uhr morgens am Busbahnhof Betzdorf, das Gepäck sollte gegen 5.30 Uhr im Bus verstaut sein. Da sich die mitfahrenden Stammtischmitglieder, Ede, Harold, Michael, Anke, Frank & Ich, in Siegen treffen wollten um dann gemeinsam nach Betzdorf zu fahren bedeutete das für mich gegen viertel vor 3 Uhr morgens aufstehen und erst einmal den Weg nach Siegen anzutreten. Nachdem dann der Reihe nach alle Stammtisch-Mitglieder aufgesammelt waren, ging es mit dem Sammeltaxi nach Betzdorf. Anschließend in Betzdorf viel zu früh angekommen, war hier dann schon einmal die erste Gelegenheit sich weiter über die Tour zu unterhalten. Alle waren in bester Stimmung und in voller Erwartung auf die Dinge die da noch kommen sollten.
 
Gegen kurz vor halb 6 Uhr füllte sich dann auch der Busbahnhof und nach und nach trudelten alle Leute ein die mit auf die „Magical Mystery Tour“ gehen wollten. Zu dieser Zeit traf dann auch schon sowohl ein Kamerateam vom SWR und ein Radioreporter vom Radio Siegen ein um die Abfahrt entsprechend zu dokumentieren.
 
Begrüßt wurden dann alle Mitfahrenden mit einem Glas Sekt und ein kleines Geschenk gab es zudem auch noch für jeden. So wurden an alle Basecaps mit der Aufschrift „Lucy In The Sky Liverpool Tour April 2002“ verteilt. Nach einigen einleitenden Worten durfte dann natürlich kurz vor der Abfahrt eine erste a-capella Version von „Magical Mystery Tour“ nicht fehlen. The journey begun....

 

Die ersten Stunden der Fahrt gingen die meisten Mitfahrenden dann erst einmal etwas ruhiger an. Wenngleich hier und da auch schon die ersten Gespräche über die Beatles natürlich nicht fehlen durften. Durch regelmäßige Pausen, vorallem auch für die Raucher an Bord J, konnte man die Fahrt noch ganz gut aushalten.  
 
Nach England wurde von Calais aus mit der Fähre übergesetzt. Für viele Mitreisende war es das erste mal das Sie mit der Fähre fuhren. Nach den einsdringlichen Worten des Busfahrers das man nach der Überfahrt wieder pünktlich am Bus sein sollte, ging es dann erst einmal auf´s Deck. War schon sehr beeindruckend als sich die Fähre dann in Bewegung setzte. Die Gelegenheit wurde hier natürlich dann auch schon genutzt um zahlreiche Fotos zu machen. Die Überfahrt dauert dann jedoch leider um einiges länger als normalerweise üblich, da vor der englischen Seite dichter Nebel die Weiterfahrt um über eine halbe Stunde verzögerte. Aber auch diese Zeit konnte an der Video-Jukebox überbrückt werden. Auch wenn keine Beatles-Songs zu finden waren, gab es zumindest John Lennons „Imagine“ zu sehen. An dieser Stelle dann noch ein kurzer Hinweis an alle die vielleicht in der Zukunft auch noch einmal mit einer Fähre nach England übersetzen. Man merke sich seine Decknummer wo der Bus steht sowie die Farbe des Decks und dann nehme man auf jeden Fall z.B. die gelbe Treppe die dann zum gelben Deck führt. Rote Treppe zum gelben Deck funktioniert nicht J
 
Auf der englischen Seite angekommen wurden wir bereits von den weißen Klippen von Dover begrüßt, sowie vom englischen Nebel. Je weiter wir dann jedoch ins Landesinnere weiterfuhren, verzog sich der Nebel und die Sonne kaum raus. In der Gegend von London gab es dann die ersten Staus und diese wurden mit dem ersten a-capella Konzert von „Lucy“ im Bus ein wenig überbrückt. Wobei die Mitfahrenden natürlich kräftig einstimmten.
 
Ein kleiner Sprung und gegen 22.00 Uhr kamen wir dann in Liverpool an. Die Fahrt hatte dann letztendlich doch den ganzen Tag in Anspruch genommen und letztendlich waren dann doch alle erst einmal froh im Hotel zu sein. Aber wir waren in Liverpool; im Adelphi Britannia. Dem Hotel, in dem auch schon die Beatles abgestiegen waren zu Beatlemania Zeiten. Nach dem einchecken durfte dann aber natürlich ein erster Umtrunk in der Hotelbar dennoch nicht fehlen. Hier konnten wir dann auch zum ersten mal die englischen Geflogenheiten kennenlernen. Sprich ab 11.00 Uhr ist was den Alkohol betrifft erst einmal Schicht. Gegen Mitternacht verabschiedeten sich die ersten Mitreisenden auf´s Zimmer, einige Mitglieder des Stammtischs nutzen jedoch noch die Gelegenheit die Hoteleigene Disco sowie anschließend noch die Lounge kennenzulernen. Gegen 1.30 Uhr war dann für mich aber auch erst einmal Schicht, wobei der ein oder andere die Disko noch etwas näher kennenlernen konnte....
 
25.04.2002 – Day 2
 
Als Frühaufsteher war ich am nächsten Tag auch schon wieder gegen 6.30 Uhr fit und da wir erst gegen 9.30 Uhr frühstücken konnten, wagte ich alleine bereits den ersten Trip in die Stadt und konnte hier auch bereits die ersten Plattenläden ausfindig machen. Für alle Interessierten an Baukunst kann ich hier auch noch die „Lime-Station“, ein Kopfbahnhof 2 Minuten vom Hotel entfernt empfehlen. Die Konstruktion dieser beiden Hallen aus Stahl-Fachwerkträgern ist schon sehr beeindruckend. Aber wir waren ja wegen der Beatles hier und schon bei diesem ersten frühen Rundgang durch die Stadt konnte man sehen das Beatlesmäßig noch einiges auf uns zukommen sollte.
 
Nach dem Frühstück hatte sich dann das ZDF angesagt. So sollten wir bzw. besser gesagt „Lucy In The Sky“ und die Fans den Tag über begleitet werden. Das ganze fing dann erst einmal an das wir 4 Runden um das Hotel drehten und von „Lucy“ der Song „Twist And Shout“ angestimmt wurde und die Fans natürlich direkt mit einstimmten. Anschließend wurde unsere „Ankunft“ noch einmal auf Film festgehalten. War schon eine lange Fahrt gewesen....
 
Anschließend ging es dann, mit Kamerabegleitung, in die Stadt; Mathew Street. Wir waren da. Nachdem die ersten Szenen mit Lucy gefilmt worden waren, machten sich die Mitglieder des Siegener-Beatles-Stammtischs immer wieder alleine auf den Weg um die ersten Orte zu erkunden. Einer der ersten Wege führte dabei in den Beatles Shop in der Mathew Street. Zuerst wurde aber nur gesichtet wie die Angebotslage denn so aussah. Natürlich wurden jetzt auch schon Fotos ohne Ende gemacht. Man wurde fast von den Beatlesbezügen erschlagen. Dann waren wir zum ersten mal am Cavern Club. Wie der Club von außen aussah hatte man ja nicht zuletzt vom legendären ´99 Konzert von Paul McCartney im Kopf. Auch wenn es nicht der original Cavern-Club war in dem die Beatles gespielt hatten, dieser wurde ja in den 90´er Jahren abgerissen, hatte es dennoch etwas besonderes.
 
Harold Krämer, einer der Initiatoren unseres Beatles Stammtisches, hatte sehr schnell den Aufstieg zum Haus- und Hof Fotografen von „Lucy“ geschafft. Wahrscheinlich wird er in der nächsten Ausgabe des Guiness Buch der Rekorde nicht nur mit seinem kleinsten Beatles Museum der Welt geführt sein, sondern auch als der Beatles Fan der innerhalb von 5 Tagen die meistens Fotos einer Beatles Cover Band gemacht hat J
 
Nachdem wir in der Innenstadt alles Beatlesbezogene das erste mal gesehen hatten und nach einer Stärkung, gingen wir dann am Nachmittag mit allen Mitgliedern des Stammtisches die Mitgefahren waren auf eine Faust zu den Albert Docks. Hier fand man neben diversen Beatles Shops und natürlich einer klasse Aussicht, auch das „Beatles Museum – The Beatles Story“. Wir begnügten uns für diesen Tag dann aber doch erst einmal nur mit dem angegliederten Shop und auch hier wechselten so einige Pfundnoten Ihren Besitzer.
 
Anschließend zurück zum Hotel; kurz auf´s Zimmer und anschließend erst noch einmal zum Italiener der sich ebenfalls im Hotel befand. Eine Kleinigkeit gegessen, bei den Preisen insgesamt in England war man dann auch schon recht schnell satt (!), und dann ging es in freudiger Erwartung zum ersten Konzert von „Lucy In The Sky“ in den Cavern Club.
 
Nachdem gute Plätze in der Nähe der Bühne gesichert waren, konnte man sich dann noch einmal in Ruhe umschauen. Dort entdeckten wir dann auch in einem größeren Nebenraum die zweite größere Bühne, auf der Paul McCartney sein 99´er Cavern Club Konzert gegeben hatte.
 
Gegen 21.00 Uhr ging das Konzert dann los und das in einem schon ganz gut gefüllten Cavern. Die Band war sehr gut drauf und versprühte nicht zuletzt durch Ihre Ansagen auch einen besonderen Charme. Der Sound war einfach gigantisch. Hatten vorher noch einige Bedenken bezüglich des Sounds bestanden wurden alle von einem bombastischen Sound positiv überrascht. Das Eis zwischen den hauptsächlich englischen Zuhörern und der Band war eigentlich von Anfang an überhaupt nicht vorhanden. Zwar waren die englischen Zuhörer zu Beginn des Konzertes noch etwas zurückhaltender, aber sehr schnell gingen diese dann auch voll mit. Die Band spielte ca. 1 Stunde um dann anschließend eine kurze Pause zu machen. Das zweite Set dauerte inkl. Zugaben sicherlich noch um einiges länger.
 
Während alle Besucher des Konzertes in bester Laune waren, hatte der Kameramann des ZDF London schon etwas mehr Stress um alle guten Szenen auf´s Band zu bekommen. Irgendwo lag immer auch noch der Tonmann in der Gegend um auch den richtigen Ton zu den Bildern liefern zu können. Neben dem ZDF war dann aber ja auch noch das Team vom WDR, welches ebenfalls Ton- und Videoaufnahmen machte. Aber auch viele der mitgereisten Fans wollten natürlich noch Erinnerungsfotos machen und insofern war es mitunter schon mal gar nicht so einfach noch einen guten Platz für Fotos zu bekommen. Zumal der Cavern wirklich sehr beengt ist.
 
Nachdem „Lucy“ Ihre zwei Sets gespielt hatten, fingen die englischen Besucher an „Zugabe, Zugabe“ zu skandieren, welche die Band dann natürlich auch spielten. Im lautem Jubel verließ die Band dann anschließend die Bühne. Das erste Konzert war also sehr gut über die Bühne gegangen und anschließend hatten wir dann im Cavern erst noch einmal genügend Zeit diesen Abend ein wenig Revue passieren zu lassen, wobei wir dann irgendwann in der Nacht zurück zum Hotel gingen um den Abend dann ganz gemütlich und in Ruhe in der Lounge des Hotels ausklingen zu lassen. Wobei gesagt werden muß das es da dann auch noch wieder etwas später, eher gesagt früher geworden ist.
 
26.04.2002 – Day 3
 
Der dritte Tag. Kurzes treffen in der Lounge vor dem Frühstück und „aufarbeiten“ der Dinge des letzten Tages. Anschließend fuhren wir mit dem Bus Richtung Albert Docks, wo wir alle zusammen das Beatles Museum „The Beatles Story“ besuchen wollten. Der Eintritt war mit 7 englischen Pfund schon ganz schön happig, wenngleich es durch unsere Gruppe noch eine kleine Ermäßigung bekamen. Zu dem Museum ansich muß ich sagen das es schon ein wenig ernüchternd war. So konnte man zwar beim Gang durch die verschiedenen Räume alle Stationen der Karriere der Beatles nach und nach noch einmal nachlesen und auch zu jedem Thema war der Raum entsprechend dekoriert, aber an Original-Gegenständen war im großen und ganzen nichts zu finden. Die einzigst große Leihgabe die zu finden war, war das Klavier auf dem John Lennon den Song „Imagine“ komponiert hatte und weclhes erst im vergangenen Jahr von George Michael für einen Millionen Dollar Betrag ersteigert und dann der „Beatles Story“ als ständige Leihgabe übergeben worden war. So bleibt mir eigentlich nur als Fazit zu sagen das wenn man in Liverpool ist und man Beatles Fan ist sicherlich dieses „Museum“ einmal besuchen wird, ein zweites mal würde ich aber sicherlich nicht mehr so viel Geld für den Besuch ausgeben.
 
Nach dem Besuch blieb noch wieder genügend Zeit um sein Geld in den Beatles Shops loszuwerden und die Band nutze die Zeit noch um einige Fotos zu machen.
 
Gegen 12.00 Uhr ging es dann noch mit dem Bus Richtung Flughafen, der ja erst im letzten Jahr in „Liverpool John Lennon Airport“ umbenannt worden war. Ich denke das die Fahrt eine knappe halbe Stunde gedauert hat, da der Verkehr auch schon recht dicht war. Am Flughafen angekommen hieß es natürlich schnell die Beatles Statue zu finden, da der Aufenthalt auch wieder recht knapp bemessen war. In der Halle eine Person vom Reinigungsteam nach der Statue gefragt. Seine Antwort „It´s above where Hollywood is...“ konnten wir zwar nicht so ganz deuten, aber da er auf eine Empore zeigte wußten wir wo es langzusehen hatte. Sprich alle mit dem Beatles Tunnelblick auf die Treppen zu marschiert und geradlienig auf die Statue zugelaufen. Eines hatte aber in diesem Moment niemand gesehen bzw. realisiert. Oben auf der Empore befand sich ein Indisches Filmteam welches dort einen Spielfilm drehte. Ich muß gestehen das ich die Leute von der Filmcrew zwar gesehen habe, aber erst hinterher im Bus, als der ein oder andere noch eine Anmerkung zu der Situation machte, verstanden hatte das wir da mitten reingeplatzt waren. So hat der ein oder andere von unserer Mannschaft noch einige böse Blicke und auch Worte von Mitarbeitern der Filmcrew abbekommen. Wir haben dann jedoch dennoch im Schnelldurchgang noch Fotos gemacht, waren dann aber nach max. 5 Minuten auch wieder verschwunden. Noch bevor wir die Treppe wieder herunter waren, fiel oben die nächste Klappe und der Film konnte weiter gehen....
 
Anschließend ging es dann erst noch einmal wieder in die Mathewstreet und anschließend zurück zum Hotel. Hier hieß es dann noch wieder kurz frisch machen, wieder eine Kleinigkeit essen (Der Hunger war wieder nicht so groß!) und dann ging es auch schon wieder mit dem Bus Richtung Cavern Club. So sollte das zweite Konzert von „Lucy“ an diesem Abend bereits gegen 20.00 Uhr stattfinden, da anschließend nach „Lucy“ noch ein DJ folgen sollte.
 
Das Konzert fing also gegen 20.00 Uhr an und das erst einmal hauptsächlich nur vor den Mitreisenden Fans aus Deutschland. So war es einfach zu früh gewesen. Aber auch die deutschen Fans waren bester Laune und die Stimmung war sehr schnell wieder auf höchstem Niveau. Nach einer knappen halben Stunde wurde dann jedoch der Cavern immer voller und nach der Pause war wieder kein halten mehr. Hatten wir noch alle geglaubt das keine Steigerung des Konzertes vom Vortrag mehr möglich gewesen wäre, konnte „Lucy“ das ganze dann doch noch toppen. Nicht zuletzt natürlich durch die vielen englischen und deutschen Fans die absolut mitgingen.
 
Natürlich mußte die Band auch diesmal eine Zugabe geben, auch wenn Sie die Fans ganz schön lange warten ließen. Aber den „We Want More, We Want More“ rufen konnte sich die Band dann doch nicht entziehen und die obligatorische Zugabe folgte.
 
Nach dem Konzert waren dann auch alle erst einmal wieder geschafft und meine Stimme hörte sich noch bis zur drauffolgenden Woche ein wenig lädiert an. Aber es hatte sich mehr als gelohnt. Ein weiteres Super Konzert und alle hatten Ihren Spaß. Anschließend wurde dann schnell das komplette Equipment zusammen gepackt und wieder im Bus verfrachtet. An diesem Abend ging es dann auch etwas schneller ins Hotel, nicht aber um schon schlafen zu gehen. Der Tag war noch lange nicht vorbei.
 
Ein kurzes sammeln im Hotel und dann ging es in die Hoteldisko, wobei die Bandmitglieder hier dann auch etwas später auftauchten. Leider bewirkte auch das ständige „Vorsprechen“ beim DJ nicht das er Beatles Songs auflegte. Dies einfach aus dem Grund das er keine dabei hatte. Insofern blieb dann anschließend nichts anderes übrig, daß die Jungs von „Lucy“ selbst noch einmal zur Tat schreiten mußten. So wurde gegen kurz vor 2.00 Uhr nachts dann noch einmal „Twist And Shout“ angestimmt und alle anwesenden im Raum sangen natürlich mit voller Kraft mit. Als wir den Song dann zum Abschluß gebracht hatten, es war ca. 2.10 Uhr, wurden wir dann doch eher sehr uncharmant aus der Disko hinauskomplimentiert. Aber auch jetzt waren die wenigsten Leute wirklich müde und insofern ging es dann noch in die Hotelbar.
 
Hier ging es schon zuerst etwas ruhier zu, aber nachdem die Band auch hier noch einige Songs a-capella zum besten gegeben hatte tauten die anwesenden Engländer dann auch auf. Das Eis wurde dann ganz gebrochen als Mr. Doppelstein die englische Nationalhymnne anstimmte; Good Save The Queen....
 
Gegen 3.00 Uhr fing dann auch in der Bar der Barkeeper an seine sieben Sachen zusammen zu packen und um diese Zeit hatten es die meisten Gäste dann auch „verstanden“ und hatten die nötige Bettschwere. Gegen kurz nach halb vier lagen wir dann auch im Bett und lange hat es dann auch nicht gedauert bis wir wahrscheinlich alle von den Beatles geträumt haben.
 
27.04.2002 – Day 4
 
Auch der Samstag fing mit dem obligatorischen Treffen in der Lounge an. Diesmal gingen wir jedoch bereits gegen vor 9.00 Uhr zum Frühstück, auch wenn das weit vor der uns zugewiesenen „Frühstückszeit“ lag. Die Zeit wurde jedoch immer weniger und man ist ja auch nicht jede Woche in Liverpool. Um 12.00 Uhr wollten wir uns mit der ganzen Gruppe treffen um mit dem Bus und einem lokalen Stadtführer einen Trip durch Liverpool anzutreten. Vorher ging es dann noch für alle in die Stadt. Sei es um dem Beatles-Shop noch einmal einen letzten Besuch abzustatten, oder um doch noch einmal bis zu den Docks zu laufen und dort sein letztes Geld zu lassen. Um kurz nach zwölf Uhr ging dann die Tour los. Angefahren wurden die wichtigsten Stationen im Beatles Universum, wobei ich und sicherlich auch einige weitere Mitreisende gerne noch an einigen weiteren Stationen ausgestiegen wären. Gesehen haben wir u.a. das Standesamt wo John und Cynthia geheiratet haben, John´s Wohnung wo er zu Zeiten des Liverpool Institute gewohnt hat, natürlich das Institute selber (heute LIPA; Liverpool Institute Of The Performing Arts) und und und. Es war schon sehr überwältigend wie nah auch sehr viele Beatles-Orte beieinander liegen. Die richtigen Highlights kamen jedoch anschließend und dort sind wir dann natürlich auch ausgestiegen.
 

Penny Lane I:

Kurz vor unserem ersten Ausstieg aus dem Bus wurden wir von dem Magical Mystery Tour Bus überholt, der uns dann anschließend auch noch bei diversen anderen Beatles Orten begegnete. Hier war dann die erste Gelegenheit Fotos vom „Straßenschild“ zu machen. Sinnigerweise auf eine Mauer gemalt; Beatles Fans sind halt in erster Linie auch Jäger und Sammler J

 

Strawberry Fields:

Eine sehr schmale Straße führt zu dem Tor von Strawberry Fields und wir konnten hier auch nur recht kurz halten mit dem großen Bus. Aber auch hier mußte die Zeit natürlich genutzt werden um Fotos zu machen.

 

20 Forthlin Road:

Das Haus in dem Paul McCartney damals wohnte und in dem sehr viele Songs zusammen mit John Lennon entstanden sind war natürlich eine weitere große Sache. Ich weiß noch das ich von dem Redakteur des WDR dort „interviewt“ wurde, natürlich mit der Filmkamera  auf mich gerichtet, was ich so empfinden würde. Natürlich bekam ich nicht viel mehr raus als „nicht schlecht...“. Es ist zwar letztendlich nur ein normales Reihenhaus aber die Geschichte die im inneren mal stattgefunden hat ist für einen Beatles Fan dann ja sicherlich doch von größerer Bedeutung und wenn man dann selber an diesen Orten sein kann.... live erlebte Geschichte. Das Haus ist ja heute eine Art Museum. So wurde es vom National Trust gekauft und man kann das ganze heute auch besichtigten. So wurden sogar die Einrichtungsgegenstände zu einem großen Teil vom National Trust zurück gekauft. Wir mußten uns leider mit einem Blick von außen auf das Haus begnügen. Hier gab es dann jedoch noch die Gelegenheit ein „Gruppenfoto mit Haus“ zu machen. Das Haus wird heute auch bewohnt von einem Mitarbeiter des National Trust, der auch die Führungen durch das Haus macht. Dieser kam dann auch noch aus dem Haus und er beantwortete noch einige Fragen. So interessierte doch einige Mitreisende wie es sich denn wohl in dem ehemaligen  Haus von Paul McCartney wohnt. Er konnte jedoch bestätigen das es sich dort gut leben läßt. Er erzählte auch noch die ein oder andere Anekdote. So z.B. das Paul McCartney schon einmal bei Ihm angeklopft hatte und er leider zu der Zeit gerade beim einkaufen war. Dann die andere Sache das er selber mit Paul durchaus Ähnlichkeit hat, er aber John heißt. Sein Sohn wiederum heißt Paul und soll in kürze im ehemaligen Haus von John Lennon einziehen, welches ja erst vor kurzem von Yoko Ono gekauft wurde und welches ebenfalls dem National Trust übergeben wurde. Dinge gibt es.....

Gruppenfoto mit Haus

20 Forthlin Road

 

Woolton:

 Bevor wir an die Städte gingen an der sich die John Lennon und Paul McCartney  zum ersten mal getroffen hatten, machten wir erst ein Abstecher auf den Friedhof um den legendären Grabstein von Eleanor Rigby zu bestaunen. Dann die erste Begegnungsstädte von John & Paul; heute durch einen Gedenkstein markiert. War sehr beeindruckend.

 

Penny Lane II:

Der weitere Verlauf der Penny Lane. Hier zu sehen eine vielbefahrene Straße und natürlich zumindest die Dinge die im gleichnamigen Song besungen wurden. Barber Shop, fire-station. Hier aber auch nur ein kurzer Zwischenstop und man mußte sehen das einem nicht der Hintern abgefahren wurde.

 
Auf der Tour haben wir noch sehr viel mehr gesehen, aber ich denke das es einfach diesen Bericht sprengen würde alles aufzuzählen.
 
Die Tour sollte ursprünglich 2 Stunden dauern, wir waren dann aber über 3 Stunden unterwegs. Unser Stadtführer bestach durch sehr viel Detailwissen und sein Deutsch war zudem auch sehr gut. Seinen Applaus am Ende der Rundfahrt hatte er zurecht verdient.
 
Als wir dann wieder am Hotel waren, trennten sich die Wege der Stammtisch-Mitglieder. Einige gingen noch in die Stadt oder legten sich noch eine Runde auf´s Ohr. Ich machte mich noch auf den Weg um noch einmal zu LIPA zu laufen, wo wir bei der Bus-Tour ja nicht ausgestiegen waren. Nach einem ca. 20 minütigen Fußmarsches war ich dann angekommen. Von vorne noch einige Fotos geschossen, doch ins Gebäude kam ich nicht. Sind wahrscheinlich schon einiges von Beatles Fans gewöhnt! Ich bin dann zumindest über den Hintereingang noch ins Gebäude gekommen, aber hier war leider auch schon an einer Art Rezeption Schluß. Nachgefragt ob man sich einmal im inneren umsehen konnte habe ich zwar schon noch, obwohl ich wußte wie die Frage beantwortet werden würde. Nix gibt’s. Ich bekam dann aber zumindest noch eine dicke LIPA Broschüre im DIN A4 Format und einen Anmeldebogen für das nächste Jahr. Mal sehen ob ich eine zweite Karriere starten werde....
 
Gegen 17.30 Uhr trafen wir uns dann in der Halle des Hotels um Richtung China Town aufzubrechen um noch eine Kleinigkeit zu essen. Begleitet wurden wir dann noch von dem Team vom WDR, die dann auch noch einige Film- und Tonaufnahmen machten. Während des Essens wurden dann noch einige Dinge der Fahrt in der Rückbetrachtung besprochen, es gab aber auch noch einigen Spaß nebenher. Was das Essen und vorallem die Bedienung betrifft, möchte ich mich an dieser Stelle jeglichen Kommentar ersparen.
 

Nach dem Essen ging es dann ein letztes mal in den Cavern Club, wo gegen 20.00 Uhr ein letztes Beisammensein geplant war. Wir waren dann auch noch kurz da, aber aufgrund der Musik und vorallem auch der Lautstärke und der Tatsache das wir eigentlich so ziemlich alle stehend K.O. waren, ging es dann relativ zügig zurück ins Hotel. Wo wir dann noch ca. 2 Stunden in der Hotelbar das Geschehende Revue passieren ließen.  Dann ging es aber auch für fast alle Stammtischmitglieder direkt ins Land der Träume. Bis auf einige hartgesottene die keinen Schlaf brauchten....

 
28.04.2002 – Day 5
 
Vor der Rückfahrt stand erst noch einmal das frühe Aufstehen. Der Weckruf war für 4.00 Uhr morgens bestellt. Als ich gegen kurz vor halb vier das erste mal aufwachte bemerkte ich das das Bett meines Zimmernachbarn und Stammtisch-Mitglied Ede Wolf noch unbenutzt war. Gegen kurz vor 4 Uhr trudelte dieser dann jedoch dennoch auf dem Zimmer ein; Neben den vielen Beatles Orten die wir gesehen hatten gab es durchaus auch solche Dinge wie Techno-Diskos.... Nach einer kurzen Morgentoilette folgte dann wie auch jeden Tag zuvor mein erster Gang zu Frank und Anke um Sie noch einmal an das aufstehen zu erinnern J Hier bekam ich dann auch erst einmal die erste Überraschung. So hatte ich an diesem 28.04 meinen 26. Geburtstag und bekam von Anke & Frank ein erstes Geschenk überreicht. Ein Beatles Zippo zur Anthology 1. Der Tag fing also durchaus sehr gut an. Anschließend konnte es dann aber erst einmal zum Frühstück und zum auschecken gehen. Hier bekam ich dann, in Anwesenheit der meisten weiteren mitfahrenenden ein weiteres Geschenk. An dieser Stelle noch einmal schönen Dank dafür. Hat man solche Freunde.....
 
Dann die Busfahrt. Die Müdigkeit steckte eigentlich allen noch in den Knochen und insofern verlief der erste Teil der Reise dann auch erst einmal etwas verhaltener. Eigentlich wollten die meisten Mitreisenden auch nur noch nach Hause kommen, doch es gab dann noch einen Trip durch London. Von Vorort zu Vorort. Die Mitglieder des Stammtischs waren sich hier auch durchaus einige das man sich dieses hätte sparen können. So hatte man zwar u.a. einen kurzen Blick auf die Tower Bridge aber den meisten wäre wohl lieber gewesen wenn man 1 Stunden vorher an der Fähre gewesen wäre.
 
Die Überfahrt von Dover nach Calais ging dann diesmal ohne größeren Verzögerungen über die Bühne. Der Seegang war diesmal jedoch schon nicht von schlechten Eltern und insofern hatten die meisten Leute auf der Fähre schon so Ihre Probleme den geradliniegen Gang zu praktizieren. Nachdem die letzten Pfund Sterling auf dem Schiff gelassen worden waren, hatte uns dann endlich das Festland wieder. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis das sich Routine doch auch immer auszahlt. Gelbe Treppe – gelbes Deck. Man muß nur wollen!
 
Den Rest der Heimfahrt bestand dann für die meisten Mitfahrenden aus dösen, schlafen aber hier und da war natürlich auch das Thema Beatles immer noch angesagt. So wurde dann auch die ganze Fahrt immer wieder kurz beleuchtet. Die letzte Pause vor der Heimat war dann in Frechen, wo ein Mitreisender dann auch schon ausstieg. Anschließend wurde die noch verbleibende Zeit bis nach Hause noch von „Lucy“ genutzt einige Worte an die mitgereisten Fans zu richten. Aber auch Harold Krämer nutze noch die Zeit um einige Worte zu sagen. Beschlossen wurde die Fahrt dann mit Beatles Songs vom Band und die meisten Leute waren dann auch zumindest nicht so Müde das Sie nicht mehr mitsingen konnten.
 
Die Mitglieder des Siegener-Beatles-Stammtischs sind dann geschlossen in Freudenberg ausgestiegen und nach einer weiteren kurzen Wartezeit auf das Taxi ging es dann in umgekehrter Reihenfolge wie auf dem Hinweg um jeden zu Hause abzusetzen. Gegen kurz nach 23.30 Uhr war ich dann wieder zu Hause in Olpe. Trotz der Müdigkeit mußten natürlich noch kurz die E-Mails abgerufen werden und zudem auch noch ein Blick ins Netz. Hier gab es dann auch noch eine weitere positive Nachricht. Wir hatten endlich unsere Toplevel-Domain für den Stammtisch:   www.siegener-beatles-stammtisch.de       Alles wird gut!!!
 
Nachbetrachtung:
 

Ich denke das dieser Bericht schon recht ausführlich geworden ist, dennoch könnte man sicherlich nocch sehr viel mehr schreiben was in diesen 5 Beatles Tagen sonst noch so alles passiert ist. Wir hatten sehr viel Spaß in dieser Zeit, auch wenn der Schlaf vielleicht die ein oder andere Nachts etwas zu kurz gekommen war. Die Band war auch absolut klasse und insofern bleibt einem eigentlich nur noch übrig sich auch bei den Jungs von „Lucy In The Sky“ noch einmal zu bedanken. Wenn die Band im nächsten Jahr wirklich auf der Beatles Week spielen sollte, würden wir uns sicherlich freuen wenn wir wieder dabei sein könnten.

Aber auch für alle anderen Beatles Fans ist es sicherlich ein Muß einmal diesen Trip nach Liverpool anzutreten. Man kann dort die Beatles Geschichte wirklich ganz Hautnah erleben. FAB!

 

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